Das Eischeider Kreuz befindet sich auf dem "Eischeider Buckel", einem der höchsten Punkte der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid. Die Flurbezeichnung dieses Geländes geht bis in die Zeit Karls des Großen zurück.
Bei Ausschachtungsarbeiten im Jahr 1950 wurden in vier Metern Tiefe Überreste eines alten, großen Holzkreuzes entdeckt, das vermutlich das größte Kreuz der Gemeinde war. Es wurde jedoch nicht wieder aufgestellt, sondern blieb unter der Erde begraben.
Im Jahr 1954, einem marianischen Jahr, errichteten die Bewohner von Eischeid und Höfferhof ein neues Kreuz an nahezu derselben Stelle. Dieses neue Kreuz ist über sieben Meter hoch, wiegt zwei Tonnen und ist weithin sichtbar. Am Fuße des Kreuzes wurde eine Figur der Gottesmutter Maria aus Fatima aufgestellt. Die feierliche Einweihung fand am 20. Juni 1954 durch Dechant Scheidt statt und wurde von vielen Gemeindemitgliedern, insbesondere der Jugend, besucht.
Im Jahr 2000 wurde das Kreuz von Unbekannten beschädigt. Da eine Reparatur nicht möglich war, errichtete die Dorfgemeinschaft Eischeid ein Jahr später ein neues Kreuz an derselben Stelle, um die Tradition fortzuführen und das Wahrzeichen zu erhalten.
